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Schwaben: Einblick ins Handwerk gewonnen

Bild: HWK Schwaben

Referendare der Mittelschulen lernen bei der HWK Schwaben Handwerksberufe kennen

Sechzehn Referendare der Mittelschulen im Augsburger Land waren einen ganzen Tag lang Gäste bei der Handwerkskammer für Schwaben (HWK). Zusammen mit ihrer Seminarleiterin besuchten sie das neue Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) in Augsburg. Dabei hatten die Pädagogen die Möglichkeit Handwerksberufe in Theorie, aber vielmehr in der Praxis kennenzulernen.

Neben den Strukturen des Wirtschaftszweigs Handwerk stand die Präsentation der Handwerksberufe, der Wege in eine handwerkliche Ausbildung, der Karrieremöglichkeiten und vor allem auch der vielen Serviceangebote der HWK Schwaben zur Berufsorientierung an Schulen im Mittelpunkt. In den Werkstätten des BTZ Augsburg gewannen die Lehrkräfte einen guten Einblick in die handwerklichen Anforderungen und auch in die Modernität der Berufe. Teilweise konnten sie auch selbst handwerklich tätig werden.

Susanne Sylvester, Leiterin der Kommunikation bei der HWK Schwaben, hatte das Treffen angeregt und organisiert. Sie war begeistert vom Interesse und den gezielten Fragen der Referendare: „Speziell die Lehrerinnen und Lehrer sind für die Berufswahl von jungen Menschen von entscheidender Bedeutung. Sie begleiten bei der Berufsorientierung und sie können die Fähigkeiten und Talente ihrer Schülerinnen und Schüler hervorragend einschätzen. Eine gute Kenntnis über die Ausbildungsberufe im Handwerk stiftet viel Nutzen, wenn es darum geht, Jugendliche in eine für sie passende Ausbildung zu bringen“.

Das sehen auch die teilnehmenden Lehrkräfte so. Von „ein sehr gewinnbringender Tag“ über „toll, was die Handwerkskammer uns an Unterstützung bieten kann“ bis hin zu „ich habe schon erste Ideen, wie ich meiner Klasse das Handwerk näher bringe“ waren die begeisterten Reaktionen am späten Nachmittag. Seminarrektorin Stephanie Moravcik zog ebenfalls eine positive Bilanz dieser Pilotveranstaltung und freute sich, dass die Kooperation nach zwei Corona-Jahren nun endlich starten konnte: „Im Sinne einer ganzheitlichen Kompetenzorientierung ist es von großer Bedeutung, dass meine Referendare auch selbst erleben können, wovon sie sprechen. Dann können sie nachhaltig überzeugen. Deshalb war dieser erste Seminartag bei der HWK Schwaben so wertvoll, denn jetzt können wir bei unseren Schülerinnen und Schülern ordentlich die Werbetrommel für eine handwerkliche Ausbildung rühren. Und wir wissen, wie wir von der Handwerkskammer unterstützt werden.“

Für die Zukunft ist geplant, dass diese Seminartage fortgeführt und auf weitere Schulamtsbezirke in Schwaben ausgeweitet werden. Denn das Handwerk hat nicht nur 130 Berufe zu bieten, sondern junge Menschen finden hier ausgezeichnete Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten sowie Lebensperspektiven und Zufriedenheit.