Start Nachrichten Augsburg: Wiederbelebung des Römermuseum

Augsburg: Wiederbelebung des Römermuseum

Kunstminister Markus Blume:
„Gemeinsam mit der Stadt machen wir uns ans Werk und beleben das Römermuseum in Augsburg neu!“

Wiederbelebung des Römermuseums in Augsburg unter dem Dach der Archäologischen Staatssammlung – Konzeption einer landesweiten archäologischen Römerausstellung 2028

Die Wiederbelebung des Römermuseums in Augsburg werde durch den Freistaat gemeinsam mit der Stadt Augsburg auf den Weg gebracht. Dies bestätigte Kunstminister Markus Blume heute in München. „Gemeinsam mit der Stadt machen wir uns ans Werk und beleben das Römermuseum in Augsburg neu! Ich bin ein begeisterter Fan einer Kooperation zwischen dem Augsburger Römermuseum und der Archäologischen Staatssammlung – durch einen gemeinsamen Museumsbetrieb können die römischen Kulturschätze Augsburgs auf beste und zeitgemäße Weise für alle präsentiert werden. Das historische Erbe der Römerstadt Augsburg ist wirklich beeindruckend. Dieser reiche kulturelle Schatz bietet besten Nährboden, um unser römisches Erbe spannend erlebbar zu machen – diese Chance wollen wir nutzen“, so Kunstminister Markus Blume.

Die Oberbürgermeisterin der Stadt Augsburg Eva Weber: „Das Signal des Freistaats Bayern, die ‚Wiederbelegung‘ unseres Römermuseums zu prüfen, ist ein Grund zur Freude, zumal ich mich in den vergangenen Monaten intensiv mit dem Staatsminister hierzu ausgetauscht habe. Gerade mit Blick auf die Landesausstellung 2028 zum Thema ‚Römerland Bayern‘ ist es uns ein Herzensanliegen, unser römisches Erbe als einstige Hauptstadt der römischen Provinz Raetien in Augsburg und Schwaben neu zu präsentieren. Dafür werden bereits die Grundlagen gemeinsam mit Kempten erarbeitet. Dass die archäologische Sammlung Augsburgs zu den umfangreichsten und  qualitätvollsten römischen Kollektionen Bayerns zählt, wurzelt in unserer römischen Vergangenheit. Diese in Gestalt unseres römischen Museums wieder für Bürgerinnen und Bürger öffentlich erlebbar zu machen, ist nicht nur ein großer Wunsch der Stadt Augsburg, sondern entspricht auch dem Wunsch des Freistaats, die Römerstädte in Bayern nach der Landesausstellung mit einem Begleitprogramm auf Dauer zu stärken. Dafür danke ich dem Freistaat Bayern außerordentlich.“

Der Augsburger Kulturreferent Jürgen K. Enninger ergänzt: „Die Perspektive, die sich jetzt mit einem Bayerischen Museum für Römische Geschichte in Augsburg eröffnet, begeistert mich außerordentlich. Es war immer klar: Solch ein Museum können wir nicht aus städtischer Kraft allein stemmen. Dass nun Augsburg als ehemals größte Römische Siedlung in Bayern und Hauptstadt der Römischen Provinz eine angemessene Sichtbarkeit bekommen wird, trägt diesem Rang Rechnung. Ich freue mich auf die Umsetzung, die wir mit großem Engagement unterstützen und begleiten werden.“

Andreas Jäckel, MdL, und Leo Dietz, MdL, als Stimmkreisabgeordnete aus Augsburg freuen sich über das positive Signal in der Regierungserklärung des Ministerpräsidenten: „Das Thema Römer voranzubringen ist eine wichtige kulturpolitische Weichenstellung für Augsburg und strahlt nach ganz Bayern und darüber hinaus aus.“

Archäologische Landesausstellung 2028 als Wegbereiter für Wiederbelebung des Augsburger Römermuseums

Mit der archäologischen Landesausstellung im Jahr 2028 soll das reiche römische Erbe im Freistaat noch sichtbarer gemacht werden. Die Ausstellung wird federführend durch die Archäologische Staatssammlung konzipiert und soll mit Objekten und virtuellen Rekonstruktion den damaligen Glanz wieder auferstehen lassen. Gemeinsames Ziel ist, daran anschließend und darauf aufbauend eine dauerhafte Lösung für ein Römermuseum in Augsburg zu entwickeln. Stadt und Staat werden hierbei an einer zukunftsorientierten Konzeption arbeiten. Ein denkbarer Lösungsansatz ist, dass die Stadt ein künftiges Ausstellungsgebäude bereitstellt und dabei mit bestehenden Förderinstrumenten (z.B. Denkmalpflege, Kulturfonds Bayern) des Freistaats unterstützt wird. Der Freistaat wird im Gegenzug prüfen, ob und wie der Betrieb des künftigen Museums staatlicherseits gestützt werden kann. Eine Möglichkeit könnte ein Betrieb unter dem Dach der Archäologischen Staatssammlung sein.

Bild: Wies