BBL
Von schwacher erster Hälfte nicht erholt

Nach einem gebrauchten Abend verliert ratiopharm ulm mit 67:85 bei den ROSTOCK SEAWOLVES. In der Tabelle bleiben die Ulmer dennoch weiterhin auf Platz zwei.
Ein 10:2-Lauf der Rostocker bereitete den Uuulmern bereits früh sichtbare Probleme. Gerade auf der offensiven Seite des Feldes ging ohne den angeschlagenen Justinian Jessup wenig. Die Rostocker konnten die Unsicherheiten des Tabellenzweiten geschickt ausnutzen. Neben einigen Ballverlusten spielte die schwache Trefferquote der Gäste vor allem im ersten Durchgang (7/30 – 23% FG) eine tragende Rolle. Auf Seiten der Nordlichter erwischte Nijal Pearson einen wahren Sahnetag und stellte demnach mit 27 Punkten einen neuen Karrierebestwert auf. In der zweiten Halbzeit war eine Comeback-Mentalität der Uuulmer klar zu erkennen – doch die Rostocker blieben weiterhin gallig und erkämpften sich den verdienten Sieg. „Wir haben nicht ein Mal im gesamten Spiel geführt und daher auch verdient verloren. Ich will keine Ausreden suchen: Heute hat uns ein besseres Basketballteam besiegt“, bestätigt auch Cheftrainer Ty Harrelson.
Keyplayer: Essengue wie zuletzt
Auch wenn die Uuulmer heute die gewohnte Treffsicherheit vermissen ließen, lieferte Youngster Essengue erneut ein starkes Spiel. Am Ende steuerte er insgesamt 14 Punkte und 6 Rebounds bei guten Quoten aus dem Feld bei (62.5 % FG; 75% 3P). Ebenfalls zweistellig punkteten Karim Jallow (15 Punkte) und Ben Saraf (10).
Der Spielverlauf: Die Rostocker starteten unfassbar heiß in die Partie. Nachdem Pearson mit seinem bereits zweiten Dreier auf 10:2 erhöhte, zog Harrelson erstmals eine Auszeit (4.). Auch nach dieser waren die Gäste offensiv weiterhin vom Wurf-Pech geplagt. Sowohl die schwache Wurfquote der Uuulmer (21%) als auch die oftmals falsche Entscheidungsfindung in der Offensive (4 TO) sorgten für eine deutliche Führung der Nordlichter zur ersten Viertelpause (21:10). Auch im zweiten Viertel konnten die Rostocker sich auf ihren starken Distanzwurf verlassen. Auf Uuulmer-Seite funktionierte abgesehen vom soliden Noa Essengue weiterhin recht wenig. Die Nordlichter profitierten weiterhin von der schwachen Wurfquote der Uuulmer und zogen schnell auf 17 Zähler davon (17.). Zur Halbzeit konnten sie ihre Führung weiter ausbauen (40:21).
Nachdem die Hausherren erneut den besseren Start in die Partie erwischten, leitete Jensen mit einem erfolgreichen Dreier einen 9:0-Lauf der Uuulmer ein (23.). Dieser setzte eine spürbare Energie frei. Am defensiven Ende erhöhten die Gäste die Intensität, während sie am offensiven Ende öfters zu Punkten kamen. Trotzdem trafen die SEAWOLVES weiterhin anspruchsvolle Würfe und hielten ihre Führung demnach komfortabel. Ein weiterer 7:0-Lauf der Rostocker erhöht die Führung vor dem Schlussabschnitt auf 21 Zähler (66:45). Im letzten Viertel schalteten die Hausherren in den Verwaltungsmodus und hielten ihre Führung weiterhin komfortabel. Auch wenn die Treffsicherheit der ersten drei Viertel nun etwas vermissen ließ, erarbeiteten sie sich genug zweite Chancen. Anigbata und Bretzel durften nun weitere BBL-Erfahrung sammeln, konnten aber am Ausgang der Partie nichts mehr ändern (85:67).