Start Nachrichten Region: Bürgerdialog für neue ICE-Strecke Augsburg-Ulm startet

Region: Bürgerdialog für neue ICE-Strecke Augsburg-Ulm startet

Es ist eine der meistbefahrenen Bahnstrecken in Süddeutschland. Nun macht die Bahn Tempo bei der künftigen Hochgeschwindigkeitsstrecke Ulm-Augsburg. Dabei sollen auch die Bürger mitreden.
Bei den Planungen für die neue ICE-Strecke zwischen Augsburg und Ulm startet die Deutsche Bahn (DB) den Dialog mit den Bürgern entlang der Strecke. Die erste Veranstaltung am Montag (7.12./18.00 Uhr) findet wegen der Corona-Pandemie allerdings online statt. Interessenten können laut der DB kurz vor der Veranstaltung über einen Internetlink auf der Homepage https://www.ulm-augsburg.de teilnehmen. Eine Anmeldung sei nicht nötig.
Die DB will die bislang 85 Kilometer Eisenbahnstrecke zwischen den beiden benachbarten Großstädten ausbauen. Das Schienenprojekt wird voraussichtlich mehr als zwei Milliarden Euro kosten. Vor wenigen Wochen waren erste Planungsergebnisse vorgestellt worden.
Demnach sollen nun vier mögliche Trassen in Schwaben genauer untersucht werden. Augsburg-Ulm ist eine der meistbefahrenen Bahnstrecken in Süddeutschland. Der Ausbau steht als «vordringlicher Bedarf» im Bundesverkehrswegeplan 2030.
Nach den bisherigen Planungen wird die derzeitige, mehr als 160 Jahre alte Strecke bei der Modernisierung fast komplett oder zumindest zu einem großen Teil durch eine Neubaustrecke ersetzt. Ziel ist es, dass künftig Hochgeschwindigkeitszüge zwischen Ulm und Augsburg mit bis zu 300 Stundenkilometern fahren können. Die Fahrtzeit zwischen den Städten soll auf 26 Minuten verkürzt werden, etwa eine Viertelstunde weniger als bisher.
Im innerdeutschen Fernverkehr ist die Strecke insbesondere für die Verbindung zwischen Köln und München über Stuttgart und Augsburg wichtig. Auf dieser Route will die DB eventuell das Zugangebot noch ausbauen. Die Trasse ist zudem Teil der europäischen Bahnmagistrale zwischen Paris und Budapest. In etwa zwei Jahren soll die Streckenführung feststehen, denn dann soll das Raumordnungsverfahren beginnen. (dpa)